18.03.2012: SV Schnackenwerth II - FV Egenhausen II 0:0

 

Die „Zwote“ beginnt das Jahr 2012 mit einem schwer erkämpften Unentschieden gegen Egenhausen, das sowohl das erste Remis der Saison, als auch den ersten Punktgewinn gegen eines der Top-5-Teams der Liga bedeutet.

16. Spiel, 16. Mannschaft – alles wie gehabt bei der Reserve. Zwölf Mann sind es diesmal, darunter ein ganzer und ein halber Neuzugang, die sich dem bis dato Tabellenvierten entgegenstellen, dem man im Hinspiel 3:1 unterlag. Aufgrund fehlender Optionen im Offensivbereich ist die Ausrichtung des SVS klar: knallharte Defensive. Nach kurzem Abtasten, als der Gastgeber spielerisch noch auf Augenhöhe scheint, übernimmt der FVE nach etwa zehn Minuten die Regie. Bei geschätzten 70% und mehr Ballbesitz, kann sich der Gast aber zu wenige wirklich hochkarätige Chancen erspielen, da muss auch schon mal ein Kopfballeigentorversuch der Heimelf herhalten. Gut eine halbe Stunde ist gespielt, als Egenhausen nochmal einen Gang zulegt, sich jetzt gefährlichere Möglichkeiten erarbeitet, die aber der an diesem Nachmittag fast fehlerfreie SVS-Keeper Alexander Ziegler alle entschärfen kann. Ansonsten kämpft die „Zwote“ mit allen Mitteln und schafft es ein ums andere Mal, die Offensivbemühungen der Gäste vor dem Torabschluss zum Erliegen zu bringen. Erschöpft und etwas glücklich geht der SV Schnackenwerth in die Pause, die Taktik ging bislang auf.

In Hälfte zwei geht das Spiel dann so weiter: Die Gastgeber bemühen sich immer wieder um Entlastungsangriffe, das Spiel macht allerdings Egenhausen, das auch die besseren Chancen hat. Aber egal ob gefährliche Fernschüsse und Freistöße, die er aus dem Winkel kratzen muss, oder eigene Fehler, die er im Anschluss gleich wieder ausbessert, der Torwart der Heimelf ist heute nicht zu überwinden. Gegen Ende der Partie scheitert dann Rückkehrer Sven Nastvogel noch mit einem Freistoß an FV-Torhüter + Latte, der Lucky Punch bleibt der „Zwoten“ also verwehrt. Einige Nettigkeiten, zahllose Zweikämpfe und endlose Meter später, steht das Ergebnis dann endlich fest.

Der SVS II hat sicherlich nicht sein schönstes Spiel abgeliefert, in Anbetracht des Gegners und des zur Verfügung stehenden Spielermaterials war das aber weder gefordert, noch zu erwarten. Allerdings hat man sich zusammengerissen, gekämpft und gegen ein spielerisch überlegenes Spitzenteam der Liga einen Punkt erbeutet, den der FVE wohl so nicht auf der Rechnung hatte. So muss man in solchen Situationen ganz einfach auftreten. Übrigens meint der Verfasser dieser Zeilen, dass dies das erste 0:0 in seiner sechsjährigen Karriere in der „Zwoten“ sein müsste – schon allein deshalb ein bemerkenswerter Spieltag.

Schon nächste Woche, am Sonntag, den 25.03.12 um 13.00 Uhr, steht allerdings in Kützberg beim dort ansässigen TSV das nächste Spiel gegen eine Topmannschaft an – es wartet der aktuelle Tabellenführer. Mit gleicher Einstellung ist aber vielleicht auch dort eine Überraschung möglich. Wir sehen uns dort.

27.11.2011: FC Wasserlosen II - SV Schnackenwerth II 5:2 (2:0)

 

Im letzten Spiel vor der Winterpause kassiert die „Zwote“ nochmal eine happige Niederlage – naive Jugendspieler bekommen ihre Grenzen aufgezeigt.

Auch im fünfzehnten Saisonspiel läuft eine neue Mannschaft auf. Diese ist allerdings gut aufgestellt und willig, die drei Punkte in Wasserlosen einzufahren. Vom Start weg merkt man den Gastgebern allerdings an, dass sie die 3:0-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen wollen. Der zum Hinspiel definitiv verbesserte FC geht aggressiv zu Werke und kommt nach einer gemächlichen Anfangsphase zu einigen Chancen, von denen sie nach 11 Minuten eine zum 1:0 verwerten. Aus knapp 20 Metern kann der FCW-Angreifer völlig frei zum Schuss kommen, der haltbare Ball landet im linken unteren Eck. Nicht sonderlich geschockt vom frühen Rückstand, fängt auch der SVS jetzt an, sich gute Chancen zu erarbeiten. Die klarste in der ersten Halbzeit hat Reserve-Debütant Michael Waffler, der ein Geschenk der Heimabwehr allerdings über den Torwart lupfen will, kläglich scheitert und die hundertprozentige Tormöglichkeit somit auslässt. Weil zwei, drei weitere vernünftige Gelegenheiten ebenfalls nicht genutzt werden, Wasserlosen sich im Gegensatz dazu aber nicht alles entgehen lässt, steht es zur Halbzeit 2:0: Es läuft einer der immer wieder gefährlichen Angriffe über die rechte Seite der Gastgeber, der kaum attackierte Angreifer schießt den spät entgegenlaufenden Libero an, der abgefälschte Ball landet im Tor (33.) – unnötiges Gegentor Nummer zwei.

Da der FC Wasserlosen in den ersten 45 Minuten zwar besser, aber nicht überragend war, dazu die Tore eigentlich geschenkt, nimmt man sich für die zweite Hälfte Wiedergutmachung beim SVS II vor. Die Heimelf hält allerdings problemlos dagegen, kann nach ausgeglichenem Wiederbeginn sogar das 3:0 erzielen (61.). Bei diesem Treffer prallen der SVS-Keeper und der Wasserlosener Kopfballtorschütze an der Strafraumgrenze zusammen und verletzen sich. Während der FC-Spieler nach Behandlungspause weitermachen kann, muss Torwart Alexander Ziegler ins Krankenhaus und genäht werden. Für ihn rückt Bastian Bonengel ins Tor, der seine Sache in der letzten halben Stunde gut erledigt. Ohne etatmäßigen Stürmer – der ewige Joe verletzte sich schon kurz nach der Pause – kann die „Zwote“ dann überraschend den insgesamt verdienten Anschlusstreffer erzielen. Jens Föcker setzt sich auf links schön durch, flankt von der Strafraumgrenze auf Michael Treutlein, dessen überragende Kopfballverlängerung von David Köhler aus fünf Metern mit einem satten Schuss von rechts verwandelt wird – 3:1. Geht da vielleicht doch noch was? Nein! In den nächsten 25 Minuten schafft es die junge, und an diesem Tag naive, Hintermannschaft des SVS II, sich durch eine ebenso unnötige wie berechtigte Rote Karte, beim Spielstand von bereits 4:1 durch den im letzten Spiel so souveränen Libero Philipp Treutlein, sowie zwei ungeschickt verursachte Foulelfmeter, die das alte Schlitzohr des FCW gerne annahm, sich sämtlichen Wunschträumen von Punkten zu entledigen. In der Nachspielzeit dann noch ein kleines Ausrufezeichen von Peter Hartlaub, dessen Freistoß aus gut 25 Metern sich unhaltbar ins lange Eck senkt.

Fazit: Der Gegner war heute definitiv besser als im Hinspiel, gewann verdient, auch wenn die „Zwote“ eigentlich sechs der sieben Tore selbst schoss.

Rück- und Ausblick: Mit 15 Punkten aus 15 Spielen steht die Reserve ordentlich da, zum Saisonziel fehlen somit noch 14 Zähler in den verbleibenden 13 Partien. Erfreulich ist weiterhin, dass nur ein Spiel bis zur Winterpause nicht ausgetragen werden konnte, und das lag am Gegner. Weiterhin konnten zwei neue Jugendspieler eingebaut werden, weitere junge Neuzugänge kommen eventuell zur Winterpause – das Gesicht der Mannschaft verliert so langsam seinen weißen Bart. Wieder los geht’s voraussichtlich am Sonntag, den 04.03.12 um 13.00 Uhr, mit dem Heimspiel gegen den TSV Theilheim II. Da gilt es dann mal wieder, eine bittere Hinrunden-Niederlage wettzumachen.

Danke auch an die, wenn auch wenigen, Fans, die die Zweite Mannschaft des SV Schnackenwerth regelmäßig unterstützen. Wir sehen uns 2012!

 

20.11.2011: SVS II - DJK Schwemmelsbach II 2:0 (1:0)

 

Die „Zwote“ nimmt Revanche für die unnötige Hinrunden-Niederlage und siegt souverän.

Mit der vermutlich jüngsten Zweiten Mannschaft, die jemals für Schnackenwerth aufgelaufen ist (jünger als 24 Jahre im Schnitt), macht der SVS II von Beginn an Druck. Hinten steht man sicher, in der Offensive wird ein schöner Angriff nach dem anderen gestartet. Die Chancenverwertung lässt mal wieder zu wünschen übrig, die Hundertprozentigen, die allein in der ersten Hälfte ausgelassen werden, würden für drei Spiele reichen. Nach gut 20 Minuten ist es dann aber endlich soweit: Eine der zahlreichen Offensivaktionen schließt Bastian Bonengel mit dem 1:0 für die Heimelf ab. Im Anschluss schleichen sich dann unverständlicherweise Fehler im SVS-Spiel ein. Wo vorher noch überragende Defensivarbeit für schnelle Ballgewinne und dauernden Besitz des Spielgerätes sorgten, meinen einige Spieler den vermeintlich wehrlosen Gegner jetzt nur noch mit Offensivfußball beherrschen zu können. Vollkommen unnötigerweise findet der Gegner in der letzten Viertelstunde vor der Pause langsam ins Spiel zurück. Gelungene Angriffe sind freilich keine vorhanden, die einzige wirkliche Tormöglichkeit ist ein stark getretener Freistoß aus ca. 20 Metern, den der an diesem Tag fehlerfreie, wenn auch selten beschäftigte, Schnackenwerther Keeper Alexander Ziegler aus dem Winkel wischt. Es wäre wahrlich nicht das erste Mal gewesen, hätte sich die „Zwote“ durch solche Nachlässigkeiten selbst geschlagen.

Nach einigen klärenden Worten während der Halbzeitpause, wird der zweite Spielabschnitt bestimmt angegangen. Die Gäste sind jetzt zwar engagierter als zu Spielbeginn, das SV-Abwehrverhalten ist aber wieder konzentriert und organisiert. Während Schwemmelsbach auch in den zweiten 45 Minuten keine drei klaren Torchancen hat, spielt die Heimmannschaft erneut stark nach vorne. Einzig und allein beim Ausnutzen teils klarster Möglichkeiten versagt der SVS II erneut. Und während sich dies in anderen Spielen oft rächte, so hat man heute das Glück des Tüchtigen. Knapp 20 Minuten vor Spielende wird eine dicke Chance von Thomas Groß freistehend im gegnerischen Strafraum zwar wieder nicht eingeschossen, sein harmloses Standbein-Schüsschen wird allerdings von einem DJK-Abwehrspieler auf kuriose Weise ins eigene Netzt befördert. Das 2:0 ist gleichbedeutend mit dem Sieg für die Heimelf, denn dieser Gegner hätte selbst in 180 Minuten keine zwei Tore geschossen.

In einem über weite Strecken sehr starken Spiel des SV Schnackenwerth, bei dem der Gegner fast noch unauffälliger agierte als der tadellose Schiedsrichter, bereitet nur das Torverhältnis Sorgen. Mindestens ein halbes Dutzend Buden hätte es sein müssen, gegen stärkere Gegner wird dies bestraft werden. Sei’s drum, die Revanche für die unglückliche Niederlage im Hinspiel ist geglückt, nach der Hälfte der Saison sind bereits mehr als die Hälfte der angestrebten Punkte eingefahren worden, im letzten Heimspiel des Jahres wurde noch einmal gewonnen – was will man mehr?

Es hat auch an diesem Tag wieder Spaß gemacht, der „Zwoten“ beim Kicken zuzusehen. Schade nur, dass diese Erfahrung kaum jemand mit mir teilen konnte, Zuschauer wurden nämlich wieder mal vergeblich gesucht. Eine Möglichkeit dazu gibt es 2011 noch, nämlich nächsten Sonntag, den 27.11. um 12.15 Uhr, in Wasserlosen gegen die Reserve des FC. Dort gilt es, das 3:0 aus dem Hinspiel zu bestätigen, um dem Saisonziel wieder drei Punkte näher zu kommen. Wir sehen uns hoffentlich dort.

13.11.2011: TSC Zeuzleben II - SVS II 5:1 (1:0)

 

Hohe Niederlage zum (vor-)letzten Spiel der Hinrunde; der Favorit wird seiner Rolle gerecht.

Spiel 13 der laufenden Runde, zum 13. Mal trägt eine unterschiedliche Truppe das Trikot des SVS II! Konstanz sieht auf jeden Fall anders aus. Trotzdem läuft wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf, die dem Favoriten ein Bein stellen will. In den ersten 45 Minuten klappt das auch sehr gut, der TSC kommt nur durch, mehr oder weniger knapp vorbeirauschende, Distanzschüsse oder scharfe Hereingaben, die aber stets vom Abnehmer verpasst werden, zu Möglichkeiten. Schüsse aufs Tor besitzen jedoch Seltenheitswert. Der SVS kommt im Laufe der Halbzeit auch offensiv langsam in die Gänge, hat mit einem strammen Volleyschuss aus etwa 15 m von Lukas Wiemer sogar die beste Möglichkeit der ersten Hälfte, aber mit einer sensationellen und in der B-Klasse garantiert einzigartigen Parade, fischt der Zeuzlebener Keeper den Ball noch aus dem Winkel. Da die spielerisch überlegene Heimelf kaum zwingende Chancen kreiert, wäre es wohl torlos in die Halbzeitpause gegangen, wären da nicht diese zwei TSC-Eckbälle gewesen. Während nach ca. 15 Minuten der erste der beiden, laut strittiger Schiedsrichterentscheidung noch vor der Torlinie, vom SVS-Torhüter Alexander Ziegler gehalten wird, ist es beim zweiten dann passiert. Der eigentlich ungefährliche Eckstoß wird vom Keeper nach etwa einer halben Stunde ins eigene Tor gelenkt. Somit enden die ersten 45 Minuten mit 1:0 für Zeuzleben. In der Entstehung sicherlich glücklich, rechtfertigen Spielanlage und -anteile der Gastgeber die Führung aber zumindest in Ansätzen.

Mit Wiederbeginn wirkt der SVS zunächst präsenter, von solchen Gegentreffern lässt sich hier ja sowieso keiner mehr beeindrucken. Nach knapp einer Stunde dann der nicht unverdiente Ausgleich. Einen Schuss kann der starke TSC-Schlussmann nur zur Seite abwehren, beim nachfassen bringt er den zum Ball gesprinteten (!) Andreas Braun zu Fall. Den fälligen Foulelfmeter verwandelt Jens Bonengel sicher. Wer jetzt aber gedacht hat, der SV Schnackenwerth würde mit Mann und Maus kämpfen, um diesen Punkt zu behalten, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Keine fünf Minuten nach dem 1:1 geht Zeuzleben erneut in Führung. In den letzten 25 Minuten spielt dann fast nur noch der TSC, dessen starkes Mittelfeld nun Angriff auf Angriff rollen lässt und von der SVS-Defensive einfach nicht mehr in den Griff zu bekommen ist. Spielerische und konditionelle Überlegenheit münzt die Heimmannschaft dann noch in drei weitere Treffer um, darunter auch durchaus sehenswerte.

Fazit: Gegen eine der Top-5-Mannschaften der Klasse kann die „Zwote“ wohl nur an einem guten Tag, in Bestbesetzung und mit der richtigen Einstellung gewinnen, diesmal war eben nicht alles gegeben. Im Heimspiel konnte man aber der „Zeuzlumer“ Reserve in der letzten Runde drei Punkte abringen, wir freuen uns also schon auf den Saisonabschluss am 20.05.12.

Am nächsten Sonntag, den 20.11.11 um 12.15 Uhr, geht es im letzten Heimspiel des Jahres zum Auftakt der Rückrunde gegen die DJK Schwemmelsbach II. Da ist aus der Hinrunde noch eine Rechnung offen. Wir sehen uns dort.

05.11.2011: SVS II - DJK Wülfershausen II 1:2 (1:2)

 

Nach der ebenso bitteren wie unnötigen Niederlage zum Ende der Heimspielserie geht die Berg- und Talfahrt der „Zwoten“ weiter.

Personell sieht es mal wieder gut aus: Neben einer größtenteils gut eingespielten Ersten Elf füllen rüstige Reservisten die Bank auf. Die Mannschaft ist willig, ihrem starken Spiel letzter Woche ein weiteres und erneut drei Punkte folgen zu lassen. Nach nur wenigen Minuten fällt allerdings bereits der erste Spieler aus – Wülfershäuser Knie sind offensichtlich nicht nachgiebiger geworden. Der erste Wechsel, sowie ein variables Mittelfeld der Gäste, sorgen am Anfang für viel Konfusion beim SVS. Eher unerwartet fällt dann nach einer guten Viertelstunde auch der Führungstreffer: Nach einem Eckball von links steigt Jürgen „Joe“ Willacker am höchsten und trifft per Kopf zum 1:0. Im Anschluss beginnt die „Zwote“ dann langsam, sich besser auf den Gegner einzustellen. Exakt in diese Phase fällt nun allerdings Ausgleich durch die DJK. Einen katastrophalen Fehler nach knapp einer halben Stunde von Libero Thomas Groß, der versucht den Ball unter Bedrängnis im Spielfeld zu halten, ihn aber dummerweise direkt in den Lauf des Gegenspielers prallen lässt, nutzt der nun frei vor dem Tor auftauchende Wülfershäuser Angreifer zum 1:1. Nach der nicht wirklich verdienten Führung ist der Treffer irgendwie gerecht, die Art und Weise in der Reserve ohnehin nicht ungewohnt. Nur fünf Minuten später dann ein weiterer Nackenschlag: Gut 20 Meter vor dem Tor wird ein DJK-Spieler nicht energisch genug angegriffen, er hält einfach mal drauf und trifft. Unhaltbar war der Schuss aber ganz bestimmt nicht. Mit dieser glücklichen Führung gehen die Gäste dann, nach einer seltsamen ersten Halbzeit, in die Pause.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte macht der SVS II klar, dass er nicht nur zum Ausgleich kommen, sondern das Spiel auch noch gewinnen will. Die ersten 20 Minuten spielt nur die Heimelf, es werden etliche Großchancen kreiert, allein ein Tor fällt nicht. Die zwei größten Gelegenheiten lässt dabei Bastian Bonengel aus, der an diesem Tag selbst aus wenigen Metern nicht das Tor trifft. Mindestens ein halbes Dutzend Mal bringt außerdem irgendein Wülfershäuser Spieler irgendein Körperteil zwischen den Ball und das Gästetor. Die letzten 20 Minuten wird das Spiel dann wieder etwas ausgeglichener, die DJK bringt aber offensiv kaum etwas zustande. Da weitere Möglichkeiten ebenfalls nicht genutzt werden, kommt die DJK Wülfershausen II zu einem äußerst schmeichelhaften Auswärtssieg.

Tja, es gibt eben auch Spiele, in denen die bessere Mannschaft nicht gewinnt und zwar nicht wegen dem Schiedsrichter, oder widriger Platzverhältnisse, sondern einfach nur aufgrund eigener Versäumnisse. Hätte man dem Gegner nicht zwei Tore geschenkt, oder nur die Hälfte der Großchancen genutzt, es wäre wohl ein klarer Heimsieg geworden. Bleibt nur die Hoffnung, im Rückspiel die Möglichkeiten besser zu nutzen und wenigstens in Wülfershausen die Punkte zu holen.

30.10.2011: SVS II - DJK Altbessingen II 4:0 (2:0)

 

Zwei Wochen nach dem Saisontiefpunkt, folgt gegen die Altbessinger Reserve die glorreiche Wiederauferstehung.

Nach der peinlichen Vorstellung in Gänheim, kann man beim Heimspiel gegen die DJK Altbessingen II mit 14 Mann aufwarten. Die sehr junge und talentierte Truppe (Ausnahmen bestätigen die Regel) beginnt von Anfang an, gegen den Tabellenletzten das Heft in die Hand zu nehmen. Keine zehn Minuten sind gespielt, da wird der starke Lukas Wiemer auf der rechten Seite steil geschickt, seine perfekt abgestimmte Flanke findet den Kopf von Bastian Bonengel, der aus einigen unglücklich vergebenen Chancen im Laufe der Saison offensichtlich gelernt hat und den Ball wunderbar per Kopf über den chancenlosen Torwart hebt. Altbessingen findet offensiv eigentlich gar nicht statt, gefährlich ist nur der SVS, das 1:0 hat die Partie praktisch bereits entschieden. Keine Viertelstunde nach der Führung kann die „Zwote“ erhöhen, ein Freistoß gelangt leicht abgefälscht durch die löchrige DJK-Mauer. Das 2:0 erzielt ebenfalls der an diesem Tag sehr gute Bastian Bonengel. Im Anschluss an den zweiten Treffer spielt der Hausherr weiterhin überlegen, auch mehrfache Wechsel schon in der ersten Hälfte bringen keine Unsicherheiten ins Spiel, so dass ein komfortabler Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Pause genommen werden kann.

Auch im zweiten Abschnitt spielt quasi nur eine Mannschaft. Schnackenwerth drängt auf das dritte Tor, mit welchem Lukas Wiemer dann nach einer Stunde seine Leistung an diesem Tag krönt. Jürgen „Joe“ Willacker geht an der gegnerischen Grundlinie an jedem Gegenspieler vorbei und legt dann mustergültig auf Lukas ab, der keine Schwierigkeiten hat, den Ball aus wenigen Metern zu versenken. In einem einseitigen Spiel werden leider nicht alle hochkarätigen Möglichkeiten des SVS genutzt, knapp zehn Minuten vor Schluss zappelt der Ball dann aber doch nochmal im Netz: Ein DJK-Spieler läuft ungeschickt im eigenen Strafraum von hinten auf Bastian Bonengel auf, den fälligen Elfmeter verwandelt Jens Bonengel sicher.

Wo liegen Freud und Leid so nah beieinander, wie bei der Zweiten Mannschaft? In der einen Woche läuft man mit kaum elf Mann auf und kassiert die höchste Saisonpleite, zwei Wochen später kann man sich vor Spielern nicht retten und fährt den höchsten Sieg seit langem ein. Schön zu wissen, dass die Reserve personell sogar noch einige Trümpfe in der Hinterhand hat und nach Philipp „Bus“ Treutlein seit diesem Spieltag mit Michael „Reddy“ Schamberger einen zweiten, echten Neuzugang in dieser Saison vermelden kann. Neben all dem Lob auf die hervorragende Leistung des SV Schnackenwerth II darf man aber auch nicht vergessen, dass der Gegner der bislang mit Abstand schwächste in dieser Spielzeit war.

Am kommenden Samstag, den 05.11.11 um 12.30 Uhr, kommt es dann zum Kirchweihheimspiel gegen die DJK Wülfershausen II. Diese hat, wie Altbessingen, erst einen Sieg auf dem Konto und muss dementsprechend geschlagen werden. Wir sehen uns dort!

16.10.2011: DJK Gänheim II - SVS II 6:0 (4:0)

 

Der SV Schnackenwerth kassiert die höchste Niederlage der laufenden Saison, trotzdem sind die Personalprobleme schlimmer.

Die „Zwote“ muss in Gänheim mit zehn Mann anfangen. Ein Tiefpunkt, der in der aktuellen und der letzten Saison, mit Ausnahme des abgesagten Spiels gegen Kronungen, nicht erreicht wurde. Trotz der Tatsache, dass sogar einige der angetretenen Spieler noch in der Genesungsphase nach Verletzungen sind, oder eigentlich nur noch den Not-Notnagel in der Zweiten Mannschaft spielen wollten, ist die Stimmung relativ gut. Die Aufstellung ist der Situation entsprechend defensiv und aufgrund der ständigen Attacken der, vom Gegner unabhängig, guten Reserve der DJK Gänheim, sind Moral sowie Nerven der SVS-Spieler nicht auf ihrem Maximum. In Anbetracht der Umstände schlägt sich die „Zwote“ aber gut. Die deutliche 4:0-Führung erspielt sich die Heimelf zwischen der zehnten und der dreißigsten Minute. In dieser Phase fällt einfach alles, im Nachhinein lassen die Gastgeber aber auch die eine oder andere gute Chance aus, wenn nicht ohnehin der zum wiederholten Male stark aufspielende SVS-Torwart Alexander Ziegler pariert, definitiv bester Schnackenwerther an diesem schwarzen Tag. Mit einem dem Spielverlauf entsprechenden Ergebnis enden die ersten 45 Minuten.

Zur zweiten Halbzeit kann dann der elfte Spieler für die Gäste auflaufen. Auch wenn die „Zwote“ im gesamten Spielverlauf nicht über ein, vielleicht zwei Halbchancen hinaus kommt, so wird auch in dieser Hälfte alles gegeben. Die stärkste Mannschaft, mit der man es bislang zu tun bekommen hat, und das extrem kräftezehrende Unterzahlspiel, verlangen jedoch auch im zweiten Spielabschnitt ihren Tribut: In Minute 71 und 80 kommt Gänheim zu weiteren Treffern und macht das halbe Dutzend voll. Diese bedeuten gleichzeitig das in dieser Höhe gerechte Ergebnis, eines einseitigen Vergleichs.

Man kann in diesem Spiel wirklich keinem Spieler einen Vorwurf machen. Jedem gehört der Respekt, sich einfach nur für seinen Verein, den SV SCHNACKENWERTH, 90 Minuten aufgeopfert zu haben, ob zu zehnt oder zu elft! Mancher sollte sich fragen, ob er nicht vielleicht ebenfalls eine solche Einstellung an den Tag legen sollte! In jedem Fall wird dieses Spiel das letzte in der aktuellen Saison sein, das in Unterzahl begonnen wird, das hat keiner ein zweites Mal verdient!

Am nächsten Sonntag (23.10.11; 13.00 Uhr) ist dann, zum Auftakt der drei am Stück findenden Heimspiele, die DJK Büchold II zu Gast. Diese führt, gefolgt von der DJK Altbessingen II und der DJK Wülfershausen II, den Dreierblock an, der sich momentan hinter dem SVS II in der Tabelle der B-Klasse 1 positioniert und sich in eben jener Reihenfolge in erwähnten Heimspielen vorstellt. In Anbetracht dieser Tatsache, kann man nur auf den einen oder anderen Sieg in den nächsten drei Wochen hoffen. Hierzu wird aber auch gegen diese, definitiv nicht mit Gänheim zu vergleichenden, Mannschaften mehr als nur die Hingabe von einigen Wenigen nötig sein. Ich hoffe, wir sehen uns dort. Zweite-Mannschafts-Spieler sind speziell AUF dem Platz gern gesehen!



09.10.2011: DJK Greßthal II - SVS II 1:2 (1:3)

 

Der SV Schnackenwerth II holt sich in einem guten Reservespiel den zweiten Auswärtssieg der Saison und nach zwei Niederlagen in Serie wieder ein Erfolgserlebnis.

Im Vergleich zum letzten Spiel hat sich die Personalsituation minimal gebessert, die „Zwote“ läuft mit 12,5 Spielern auf, darunter erfreulicherweise auch einige, die mehr oder weniger lang gefehlt haben. Es entwickelt sich vom Start weg ein interessantes Spiel, zu dem beide Mannschaften immer wieder durch gefällige Aktionen in der Offensive ihren Teil beitragen. Die DJK wartet mit zwei gefährlichen Stürmern auf, die nie lange fackeln und immer wieder aus allen möglichen Positionen zügig den Abschluss suchen. Es dauert eine Weile, bis die SVS-Abwehr diese immer besser in den Griff bekommt, dummerweise fällt genau in diese Phase nach einer Viertelstunde der Führungstreffer. Nach einer Ecke geht keiner zum Kopfball hoch und der Ball fliegt durch den kompletten Strafraum, prallt anschließend vom überraschten Michael Treutlein in Richtung eigenes Tor, den vom Keeper noch stark parierten Ball verwertet ein Greßthaler problemlos zum 1:0. Schon wieder ein frühes und in der Entstehung äußerst unglückliches Gegentor, wie werden die Gäste damit umgehen? Mit nicht unbedingt erwarteter Souveränität zieht man weiter sein Spiel auf, erarbeitet sich Chancen und kann nur fünf Minuten später ausgleichen: Thomas Groß lässt gleich mehrere Gegner stehen, kommt an der Strafraumgrenze mit der Fußspitze zum Abschluss und der, sicherlich nicht perfekt kontrollierte Ball, landet im Tor. Der Keeper ist zwar noch dran, kann am verdienten 1:1 aber nichts mehr ändern. Im Anschluss ergeben sich für beide Mannschaften weitere Möglichkeiten, die Torhüter haben mehrfach die Möglichkeit sich auszuzeichnen. Der SVS gewinnt aber immer mehr die Oberhand, schaltet die DJK-Stürmer jetzt weitestgehend aus, agiert im Spiel nach vorne immer gefährlich. Für das Spiel charakteristisch der Führungstreffer: Michael Treutlein behauptet den Ball unter Bedrängnis, das von ihm mit letztem Einsatz zu Jürgen „Joe“ Willacker gebrachte Spielgerät leitet dieser mit einem präzisen Pass schnell zu Jens Föcker weiter, dieser verwertet frei vor dem Tor ohne Schwierigkeiten (35.). Mit dieser nach 45 Minuten verdienten Führung geht es dann in die Pause.

Hälfte zwei schließt sich exakt an das Ende der ersten an. Die „Zwote“ hat die gegnerischen Angreifer gut im Griff, spielt selbst munter nach vorne und kommt durch einen frechen Freistoß von Thomas Groß ins kurze Eck nach 70 Minuten zum hochverdienten dritten Treffer. Weitere Chancen davor und danach werden nicht genutzt, da aber auch Greßthal im gesamten Spiel noch einige teilweise sehr gute Möglichkeiten hat, den starken Keeper Alexander Ziegler aber nicht noch einmal überwinden kann, geht das Ergebnis in dieser Höhe absolut in Ordnung.

Die Reserve hat zum zweiten Mal in dieser Saison einen Rückstand gedreht und sich die Punkte sieben bis neun redlich verdient. Gegen Gegner die etwa auf Augenhöhe spielen, wie eben die DJK, muss man gewinnen, will man die restlichen zwanzig Punkte für das Saisonziel erreichen. Ein Lob an die gesamte Mannschaft und besonders Libero Stefan Pfister, der nach langer Zweite-Mannschafts-Abstinenz einen absolut fehlerfreien Wiedereinstand feierte. Einzig ein Anfall von Erste-Mannschaft-Starallüren trübte das ansonsten sehr gute Spiel kurz, da war das Spiel aber schon so gut wie gewonnen.

Das Ende der Drei-Spiele-Serie in der Fremde findet an diesem Sonntag, den 16.10.11, um 13.00 Uhr in Gänheim statt. Die dort ansässige DJK II (Vorjahr: punktgleich Zweiter) gehört zum Spitzentrio in der B-Klasse 1 und ist Favorit, Überraschungen sind aber denkbar. Wir sehen uns dort.

03.10.2011: FC Wipfeld II - SVS II 2:1 (1:0)

 

Die „Zwote“ hat den Charaktertest bestanden, zum Punktgewinn reichte es leider trotzdem wieder nicht.

Nach einem kurzen Zwischenhoch geht die Reserve personaltechnisch wieder auf dem Zahnfleisch, man reist mit elf Mann an. Der Gegner ist niemand geringeres als der Vorjahresmeister, der auch in der neuen Runde wieder unter den Top 3 zu finden ist. Der SVS beginnt dementsprechend defensiv, man hat vermeintlich keine Chance, macht aber zunächst Druck. Nach nur etwa zwei Minuten findet ein weiter Freistoß den Weg über die schlecht stehende Wipfelder Abwehrreihe, Martin Ehrbar verlängert mit dem Kopf, der Ball geht aber leider über die Latte. Der Favorit hat fortan und das komplette Spiel hindurch die Fäden in der Hand und gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, allein wirklich gefährlich vor das Gästetor kommt der FC nur sehr selten. Der letzte Pass kommt einfach nicht an, der sehr tief stehende SVS verteidigt geschickt, Gegenangriffe startet man aber nur äußerst sporadisch. Hin und wieder mal ein langer Ball, eine gelungene Einzelaktion, das Offensivspiel ist – verständlicherweise – sehr beschränkt. Nach einer halben Stunde gelingt es der Heimelf dann allerdings trotzdem einmal den Torwart zu überwinden. Bei diesem Schuss, ins kurze Eck aus spitzem Winkel, sieht der sonst für Ruhe sorgende Keeper allerdings nicht gut aus. Mit dem Ergebnis ob der unterschiedlichen Voraussetzungen hochzufrieden, geht der SVS II in Halbzeitpause.

Nachdem personelle Wechsel nicht möglich und taktische Umstellungen nicht sinnvoll sind, geht die „Zwote“ unverändert in Hälfte zwei. Dem FC Wipfeld ist anzumerken, wie unzufrieden man mit dem Spiel gegen den Außenseiter ist. Neben der üblichen Kontrolle des Spielgeräts springt aber weiterhin zu wenig in der Offensive heraus. Nach einer Stunde dann gar die Riesenüberraschung: Der Gast trifft zum 1:1-Ausgleich aus ähnlicher Position wie zuvor die Heimmannschaft – spitzer Winkel ins kurze Eck. Beim Tor von Martin Ehrbar sieht diesmal der FC-Torhüter nicht besonders gut aus. Im Anschluss an den Ausgleichstreffer berennen die Wipfelder das Tor des SVS noch wilder, allerdings immer öfter ohne wirklichen Plan. Langsam aber sicher wird dann aber der Kräfteverschleiß der „Zwoten“ immer deutlicher, die Abwehraktionen werden langsamer und inkonsequenter, so dass der FCW zehn Minuten vor dem Ende doch noch zum Siegtreffer kommt. Ein Schütze in der zweiten Reihe wird von müden SVS-Spielern nicht schnell genug angegangen, sein abgefälschter Schuss kann vom Keeper nur noch berührt, aber nicht mehr entscheidend umgelenkt werden. Im Anschluss plätschert das Spiel nur noch vor sich hin, da Wipfeld keine Lust und der SVS, nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Martin Ehrbar, zu zehnt keine Kraft mehr hat, etwas für das Spiel zu tun.

Nach Spielende war die zufriedenere Mannschaft ironischerweise der SV Schnackenwerth. Nachdem man, anders als im enttäuschenden Spiel gegen Schleerieth, hier alles in die Waagschale geworfen hatte, konnte man auf seine Leistung mit äußerst begrenzten Ressourcen hochzufrieden sein. Der Sieg der Heimelf war definitiv verdient, die Überraschung war aber immerhin möglich. Mit frischeren und vor allem schnelleren Offensivkräften, wären gegen die, oft zu weit aufgerückte und definitiv nicht sattelfeste, FC-Abwehr bei etlichen Kontern auf jeden Fall mehrere gute Tormöglichkeiten in der zweiten Halbzeit herausgesprungen. Der Wipfelder Knaller an den SVS-Innenpfosten soll hinsichtlich der Leistung der „Zwoten“ hier unerwähnt bleiben, um das Gesamtbild nicht zu trüben.

01.10.2011: SVS II - SG Schleerieth II 0:3 (0:0)

 

Mit einer in der zweiten Halbzeit bodenlosen Leistung verliert die SVS-Reserve das Derby deutlich. Die nötige Leidenschaft für ein Spiel gegen den Nachbarn fehlt dabei fast völlig.

Die „Zwote“ beginnt das Spiel, in dem sie ein halbes Dutzend Spieler ersetzen muss, mit erzwungenen personellen Umstellungen, welche auch Änderungen in der taktischen Aufstellung mit sich bringen. Der Gegner startet engagiert, hält den Ball oft und lange in seinen Reihen. Die Heimelf dagegen lässt den Gegner das Spiel machen, erarbeitet sich aber auch die erste Riesenchance. So lässt sich eigentlich die komplette erste Hälfte zusammenfassen. Schleerieth hat wesentlich mehr Ballbesitz und kann sich auch einige gute Möglichkeiten herausspielen, aber entweder Torwart oder eigenes Unvermögen verhindern den Treffer. Der SVS hingegen hat drei todsichere Möglichkeiten in Führung zu gehen, lässt diese aber ebenso sicher liegen. So geht es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause, bei dem irgendwie beide Mannschaften das Gefühl haben, in Führung liegen zu müssen.

Nachdem in der Halbzeit die ersten 45 Minuten kurz analysiert wurden, kommt man zum Schluss, dass man auf gar keinen Fall das erste Tor kassieren dürfe, da man defensiv eigentlich soweit gut stand und ein 0:0 bei Spielen der Reserve praktisch nie vorkommt. Es geht also darum, mit dem Führungstreffer den Gegner stark unter Druck zu setzen. Das gelingt dann auch, dummerweise aber der SG Schleerieth, die einen haarsträubenden Aussetzer in der Abwehr zur Führung nutzt (51.). Ob jetzt den Spieler, der einen Pass spielt ohne darauf zu achten, ob sein Mitspieler ihn überhaupt ansieht, oder jenen Spieler, der träumend wie ein verliebte Jungfrau am eigenen Strafraum einen Spaziergang macht, mehr Schuld trifft, darüber lässt sich sicherlich trefflich streiten. Fakt ist jedoch, dass dieser Treffer die Niederlage bereits besiegelte. Denn während die Heimmannschaft die Köpfe hängen lässt, die Wege nicht mehr geht, welche sie am Sonntag davor in Schwanfeld gegangen ist, baut sich Schleerieth an diesem Tor auf. Im Anschluss ist Schnackenwerth praktisch chancenlos, die weiteren Treffer in der 68. sowie der 79. Minute sind nur noch von statistischem Wert. Wenigen Halbchancen des SVS stehen druckvolles Spiel mit besseren Möglichkeiten und zwei weiteren Treffern der Gäste entgegen, die dann völlig verdient auch in dieser Höhe gewinnen.

So, wie gegen Schwanfeld das komplette Team außergewönlich engagiert und mit Wille zum Sieg agiert, sich jeder Spieler ein Lob verdient hatte, so gab es in diesem Spiel keinen, aber auch gar keinen, der über sich hinaus gewachsen wäre, oder es wenigstens versucht hätte. Im Gegenteil, es war teilweise eine Schande, wie wenig Einsatz einige Akteure nach dem Rückstand zeigten. Die anderthalb Ausnahmen, die wenigstens halbwegs in Normalform waren, bestätigen nur die Regel. Mit so einer Leistung kann man gegen keinen Gegner in dieser Klasse bestehen, denn Schleerieth war bestimmt kein Übergegner.

Zu diesem Spiel lässt sich eigentlich nur sagen: Abhaken, niemals wiederholen und „Man sieht sich immer zweimal!“

25.09.2011: SV Schwanfeld II - SVS II 2:3 (2:1)

 

Die „Zwote“ holt nach hartem Kampf den verdienten zweiten Sieg – eine größere Energieleistung der Reserve hat es in den letzten fünf Jahren wohl nicht gegeben!

Der SVS II möchte in diesem Spiel nach zuletzt drei Niederlagen die Wende einleiten, dass macht nicht zuletzt die offensivere Aufstellung gegen einen vermutlich auf Augenhöhe agierenden Gegner deutlich. Zunächst aber herrscht in der Defensive ob der Umstellungen Konfusion, der, ein hohes Tempo anschlagende, Gegner macht die Sache nicht einfacher. In den ersten 20 Minuten kommt Schnackenwerth einfach nicht zur Ruhe, findet keine Sicherheit bei Ballbesitz der Gastgeber. Schwanfeld macht mit teilweise drei echten Stürmern viel Druck und kommt nach einer Viertelstunde zur verdienten Führung. Einem strammen Querpass von der Grundlinie kann Lukas Wiemer nicht mehr ausweichen und besiegelt per Eigentor die Führung der Heimelf. Erst nachdem die Hälfte der ersten Halbzeit bereits gespielt ist, findet der SVS besser ins Spiel, steht hinten nach einem Gegenspielertausch der beiden Sechser besser, kommt in der Offensive endlich zur Geltung. Nach 27 Minuten fällt dann auch, mit dem ersten wirklich guten Angriff, der zu diesem Zeitpunkt unverdiente Ausgleich: Thomas Groß setzt den Ball etwas glücklich im Fallen genau neben den linken Pfosten, der Torwart ist chancenlos. Das Spiel ist im Anschluss ausgeglichener, Schwanfeld gibt allerdings weiterhin Vollgas, setzt seine starken Stürmer immer wieder gut in Szene. Vor allem bei hohen Bällen sieht Schnackenwerth vor der Pause kaum Land, nach solch einem fällt dann auch der erneute Führungstreffer für die Heimmannschaft (36.). Bis zur Pause kämpft sich der SVS II weiter ins Spiel, der Gastgeber geht aber mit einem verdienten 2:1 in die Pause.

Mit Wiederbeginn ist der „Zwoten“ der unbedingte Wille, nicht ohne Zählbares nach Hause fahren zu müssen, anzumerken. Man bekommt die Schwanfelder Offensive gut in den Griff, das eigene Angriffstrio erspielt sich etliche sehr gute Chancen. Nach einer Stunde dann ist es der, in diesem Spiel, unermüdlich kämpfende Jürgen „Joe“ Willacker, der den mittlerweile gerechtfertigten Ausgleich erzielt. Nachdem der SVS nun auch noch an Lufthoheit gewinnt, beginnt sich das Blatt endgültig zu wenden. Bastian Bonengel hat einige sehr gute Möglichkeiten, seine Mannschaft in Führung zu bringen, scheitert aber. In der 80. Minute ist es dann schließlich soweit, mit seinem zweiten Tor dreht der Joe das Spiel komplett, belohnt sich zum zweiten Mal für seine bärenstarke Leistung an diesem Tag. Die erstmalige Führung für die Schnackenwerther Reserve ist mittlerweile hochverdient, jeder Spieler gibt (fast) immer alles, an Geschlossenheit, Kampfgeist und Einsatzbereitschaft macht dieser Mannschaft an diesem Tag keiner was vor. Nach dem 2:3 stellt Schwanfeld um, seltsamerweise aber den mit Abstand besten Stürmer in die Abwehr. Auch wenn die Heimelf nun die Schlagzahl erhöht und der SVS II sich nur noch auf Abwehrarbeit beschränkt, kommt der Gastgeber nicht mehr zum Ausgleich. Mit Kraft und Geschick spielen die Gäste die Zeit herunter.

Ein absolut großartiges Spiel der „Zwoten“, jeder Spieler ging heute an seine Schmerzgrenze und hat entscheidend mitgeholfen, die Punkte vier bis sechs zu sichern. Jeder Zuschauer, der sich die Zeit genommen hat, die Reserve zu unterstützen, wurde dafür doppelt und dreifach belohnt. Das war Werbung für Mannschaftssport. Mit dieser Leistung kann auch im nächsten Heimspiel, am Samstag den 01.10. um 14.00 Uhr, gegen die SG Schleerieth II, bestanden werden.

In diesem Derby gibt es keine Unentschieden - Ruhm für den Sieger, Schande für die Verlierer.

Wir sehen uns dort und hoffentlich auch am Montag, den 03.10. um 13.00 Uhr, zum Auswärtsspiel beim FC Wipfeld II.

18.09.2011: SVS II - TSV Kützberg II 2:3 (0:2)

 

Jetzt hat’s also auch zu Hause die erste Nullnummer gegeben. Nach dem nicht unverdienten Sieg der guten Kützberger Reserve wartet die „Zwote“ jetzt schon seit drei Spielen auf Zählbares.

Der Gegner kommt aufgrund der starken letzten Saison, sowie dem beachtlichen Auftakt mit vier Siegen aus fünf Spielen als Favorit nach Schnackenwerth. Zunächst überrascht er allerdings mit einem Feldspieler im Tor, der in der letzten Kreisklasse-Spielzeit der „Ersten“ noch gegen dieselbe spielte. Der SVS II beginnt bewusst defensiv, wie so oft in dieser Spielzeit leidet darunter aber auch die Offensive, so dass man selbst zu selten gefährliche Angriffe startet. Nach einer knappen Viertelstunde mit vorsichtigem Abtasten, fängt der TSV langsam an, Druck im Spiel nach vorne zu entwickeln. Mit der ersten gefährlichen Aktion fällt dann auch schon das 0:1 in der 16. Minute. Der Treffer gibt den Gästen Aufwind, immer bestimmter bringen sie den Ball in die Gefahrenzone, der Schnackenwerther Torwart Alexander Ziegler hat jetzt mehrfach die Chance sich auszuzeichnen und tut dies auch mit Bravour. Nach einer guten halben Stunde ist er aber erneut machtlos, die Kützberger erzielen ihr zweites Tor. Die „Zwote“ hat zwar auch die eine oder andere ordentliche Möglichkeit, aber einmal ist die vermeintliche Zweite Wahl im Kützberger Tor bei einem Schuss ins linke obere Toreck zur Stelle, bei einigen gut getretenen Freistößen oder Flanken wiederrum findet sich um Zentimeter kein Abnehmer. So geht die TSV-Reserve mit einem verdienten Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause.

In der Halbzeit kommt dann die etatmäßige Nummer Eins zurück ins Gästetor, der fehlerfreie Vertreter wandert auf seine angestammte Position in die Spitze. Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff ist es dann auch schon passiert: er trifft zum 3:0. Kützberg scheint jetzt zufrieden mit dem Vorsprung zu sein, agiert nicht mehr ganz so konsequent wie bisher, auch wenn man stets gefährlich bleibt. Der SV Schnackenwerth hingegen will es jetzt noch einmal wissen. Mit einigen Umstellungen möchte man das scheinbar Unmögliche möglich machen. Schritt eins gelingt dann auch in der 78. Minute, mit einem Freistoß von Thomas Groß, der um die entscheidenden Millimeter abgefälscht wird und unhaltbar flach neben dem rechten Pfosten einschlägt. Aufgrund des ständigen Vorwärtsdrangs aber, kann der TSV Kützberg sich mit seiner starken Offensive immer wieder gefährlich in Position bringen. Die beste Chance hat der Gast in der 80. Spielminute, als der Schiedsrichter einen umstrittenen Elfmeter gegen die Heimelf verhängt. Den schwachen Versuch kann der an diesem Tag sehr starke Alex Ziegler aber mit dem Fuß(!) vereiteln und seine Mannschaft damit im Spiel halten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber als Lukas Wiemer in der Nachspielzeit den Endstand herstellt, gibt der Schiri bekannt, dass nur noch 30 Sekunden zu spielen sind. Zu wenig, um das kleine Wunder perfekt zu machen, so dass die vierte Niederlage feststeht.

Fazit: Der TSV war der erwartet starke Gegner und gewinnt ganz bestimmt nicht unverdient. Wie aber bis jetzt in jedem Spiel dieser jungen Saison, mit Ausnahme des Sieges gegen Wasserlosen, wäre auch hier für die „Zwote“ etwas drin gewesen, ein Remis ebenfalls nicht völlig unverdient gewesen. Wenn es allerdings bis zum Sonntag, den 25.09. um 13.00 Uhr in Schwanfeld, gelingen sollte, die individuellen Fehler pro Spiel, vor allem in der Defensive, zu verringern, so wie mit einer dann mutigeren Aufstellung mehr Druck in der Offensive zu entwickeln, dann ist dort bestimmt etwas zu holen. Favoriten gibt es keinen, der Ausgang ist völlig offen. Wir sehen uns dort.

11.09.2011: FV Egenhausen II - SVS II 3:1 (1:0)

 

Erneute Auswärtsniederlage der Reserve - Egenhausen bei unmenschlichen Temperaturen cleverer.

Diesmal kann die „Zwote“ sich zwar ohne größere Probleme auf ihr Spiel vorbereiten, die gefühlten 40 Grad im Schatten tun dafür aber ihr Möglichstes, um den Spielern von Beginn an das Leben schwer zu machen. Mit einem Auftakt, der eigentlich zu einem klassischen Zweite-Mannschafts-Gegentreffer führen könnte - der Libero des SVS fällt bei seinem ersten Ballkontakt hin, kann aber noch retten - startet Schnackenwerth in die Partie. Diesen „Fehler“ merzt der Joe nach einer zähen halben Stunde jedoch erfolgreich aus, als er einen bereits zögerlichen Abwurf des Torwarts nicht gleich weiterspielt und an den gegnerischen Angreifer verliert. Dieser bedankt sich mit dem 1:0 für den FVE - das Standard-Gegentor ist endlich kassiert. Am Ende der ersten Halbzeit geht die Führung für den Gastgeber in Ordnung. Zwar hat keine der beiden Mannschaften viel in der Offensive zu bestellen, Egenhausen kann sich aber bei drückender Hitze häufiger in Szene setzen.

Die zweite Hälfte beginnt dann gleich mit einem Nackenschlag für den SVS II, als der schnelle FV-Stürmer, der seinen jeweiligen Gegenspielern ein ums andere Mal davonläuft und nicht unter Kontrolle zu kriegen ist, nach einem langen Pass den Stellungsfehler des SVS-Keeper zum 2:0 nutzt (49.). In der Folge wird es etwas bewölkter und kühler, diese Veränderung scheint den SV Schnackenwerth zu beflügeln. Auch wenn die spritzigen Offensivkräfte der Egenhäuser, sowie deren cleveres Paar im zentralen Mittelfeld nicht nachlassen, Druck zu machen, kommen die Gäste jetzt häufiger und gefährlicher an den gegnerischen Strafraum. Die Belohnung nach einer Stunde: Der Anschlusstreffer zum 2:1 durch Jens „Fischer“ Föcker, der am Sechzehner der Gastgeber gut nachsetzt und seinen Kraftakt mit einem Tor belohnt. Besonders nach diesem Erfolg merkt man der „Zwoten“ an, dass sie noch längst nicht aufgegeben hat. Dann aber der nächste Klassiker: Gelb-Rot für Martin Ehrbar gut zehn Minuten vor Ende, beide Karten wegen Meckern. Auffällig ist höchstens noch, dass der Spieler erst nach der Pause aufgelaufen ist. Die Schiedsrichterbeleidigung im Anschluss, die zu Meldung, Sperre und Geldstrafe führt, verwundert kaum noch. Damit ist das Spiel dann auch endgültig gelaufen, nach einem so kräftezehrenden Spiel schafft es die Reserve in Unterzahl nicht mehr, richtige Akzente zu setzen. Das 3:1 in der 89. Minute ist nur noch Nebensache.

Tja, was soll man nach diesem Spiel noch sagen? Wenn die „Zwote“ sich nicht regelmäßig selbst ein Bein stellen würde, dann wäre in solchen Spielen durchaus auch hin und wieder ein Remis oder ein glücklicher Sieg zu holen, denn an Willen, Einsatzbereitschaft oder dem Schiedsrichter lag es bestimmt nicht, dass man erneut ohne Zählbares den Heimweg antreten musste. Individuelle Fehler welcher Art auch immer, stechende Hitze und das Ganze clever ausnutzende Egenhäuser brachten den SVS wieder um Punkte. Grund zur Freude geben allerdings zwei Neuzugänge. Der eine aus China, der andere aus der Jugend. Wenn am nächsten Sonntag, den 18.09. um 13.00 Uhr, der TSV Kützberg II in Schnackenwerth zu Gast ist, sollte man möglichst wieder mal punkten, auch wenn der TSV die Favoritenrolle einnimmt. Wir sehen uns dort.

Zum Schluss noch ein Appell: Schaut der Zweiten Mannschaft zu. Interessant ist es immer, Überraschungen ständig möglich, Eintritt frei oder vergünstigt. Was will man mehr?

27.08.2011: TSV Theilheim II - SVS II 3:1 (1:0)

 

Spiele am Samstag scheinen der „Zwoten“ nicht wirklich zu schmecken. Auch der zweite Einsatz in der Fremde ging daneben.

Ganz klassisch für die SVS-Reserve, beginnt auch das Spiel in Theilheim mit dem größtmöglichen Chaos, so dass die Vorbereitung auf das Spiel mal wieder äußerst begrenzt ausfällt. Man findet jedoch, diesmal ohne Verstärkung und mit einigen „Oldstars“ im Aufgebot, eigentlich gut ins Spiel, steht hinten ordentlich. Die erste Chance nutzt der Gastgeber nach etwa einer Viertelstunde jedoch eiskalt: Ein langer Ball in den Strafraum wird zentral vor den Sechzehner geköpft, der Schuss des Theilheimer Kapitäns wird unglücklich abgefälscht und landet genau vor einem Stürmer des TSV, der allein aus wenigen Metern mühelos zum 1:0 ins lange Eck einschieben kann. Der SVS II danach präsent, nach vorne aber ohne wirkliche Durchschlagskraft. Ein Kopfball knapp neben den kurzen Pfosten und einige Distanzschüsse stehen zu Buche, fast immer sind die Angriffe aber zu einfallslos oder zu statisch. Der TSV Theilheim ist insgesamt nicht viel besser, hat selbst kaum gute Offensivaktionen, geht aber verdient mit der knappen Führung in die Pause, da man die einzige echte Chance genutzt hat.

Die Moral stimmt, die „Zwote“ möchte es nach dem Wiederanpfiff wissen. Die Offensive wirkt jetzt etwas lebhafter, der Drang nach vorne führt aber auch zu mehr Möglichkeiten für den Gegner. Es fehlt bei beiden Mannschaften jedoch meist der letzte Pass, wirklich hochkarätige Chancen ergeben sich deshalb weiterhin selten. Mit zunehmender Spieldauer lassen dann auch die Laufbereitschaft sowie das Defensivverhalten des ganzen Teams nach, folgerichtig kassiert der SVS II den zweiten Treffer, Mitte der zweiten Hälfte, auch wenn der Fernschuss ganz sicher nicht unhaltbar war. Statt sich jedoch aufzugeben, schafft es die Schnackenwerther Reserve nur wenige Minuten später, den 2:1-Anschlusstreffer zu erzielen. Einen abgewehrten Schuss verwertet Julian Willacker per Direktabnahme, die über dem, zu weit vor seinem Tor stehenden, TSV-Keeper hinweg in den Kasten fällt. Im Anschluss schafft es allerdings der Gastgeber erneut, seine Führung auszubauen, nachdem der SVS II hinten immer häufiger in Bedrängnis gerät. Etwa zehn Minuten vor dem Ende ist die Messe damit endgültig gelesen, der SV Schnackenwerth kann diesen Vorsprung nicht mehr gefährden.

Insgesamt ein nicht unverdienter Sieg der Theiheimer, hätte aber Bastian Bonengel seine Riesenchance zum zwischenzeitlichen Ausgleich genutzt – alleine vor dem bereits liegenden Torwart versagten ihm die Nerven – wer weiß, was möglich gewesen wäre, da der TSV bestimmt keine Übermannschaft war. In einem fairen Spiel war die Heimelf gegen einen Gast, der immer noch unter Personalmangel leidet, vor allem etwas entschlossener, man sieht sich allerdings immer zwei Mal. An diesem Wochenende ist die „Zwote“ spielfrei, wir sehen uns am 11.09. um 13.00 Uhr in Egenhausen wieder. Bei diesem Sonntagsspiel müsste doch eigentlich wieder etwas gehen.

21.08.2011: SVS II - FC Wasserlosen II 3:0 (0:0)

 

Im ersten Heimspiel der Saison gelang der Zweiten Mannschaft der erste Sieg, wodurch sie nach zwei Spieltagen mit drei Punkten ihr Saisonziel wieder im Blick hat.

Auch wenn es, wie in der Woche davor, nicht völlig ohne Hilfe aus der Ersten ging, da die verfügbare Anzahl an Spielern sich nicht wirklich verbessert hatte, so liefen immerhin 13 Mann auf, so dass zumindest etwas Spielraum für Wechsel und taktische Umstellungen vorhanden war. Nach der bitteren Auftaktniederlage sollte zunächst defensiv agiert werden, schnell zeigte sich jedoch, dass die Gäste nicht unbezwingbar waren und es wurden recht passable Offensivaktionen gestartet. Zu Anfang war der SVS meist durch Schüsse aus etwa 16 bis 20 m gefährlich, man agierte etwas verhalten, um dem Gegner nicht ins offene Messer zu laufen. Mitte der ersten Halbzeit wurde Wasserlosen dann auch zielstrebiger und hatte einige ansehnliche Angriffe, die allerdings nicht mit allerletzter Konsequenz oder zu ungenau zu Ende gespielt wurden. Kurz vor der Halbzeit dann noch eine gute Möglichkeit für den frisch eingewechselten Lukas Wiemer, der Winkel war aber ungünstig. Mit einem, ob der seltenen wirklich sehr guten Chancen, gerechten Unentschieden, ging es nach einer mittelprächtigen ersten Hälfte in die Pause.

Mit einem weiteren Wechsel zum Wiederbeginn, schien der Hausherr das richtige Mittel gefunden zu haben. Es lief nun Angriff auf Angriff auf das Wasserlosener Tor, der FCW konnte sich bei seinem starken Torwart und den teilweise fahrlässigen Schnackenwerther Stürmern bedanken, dass er sich nicht in kürzester Zeit eine Packung holte. Es dauerte bis zur 53. Minute, bis Bastian Bonengel den erlösenden ersten Treffer markierte. Ein strammer Schuss aus der Halbdistanz, der den FC-Keeper wohl auf dem falschen Fuß erwischte. Unmittelbar zuvor hatte Bastian bereits eine Riesenchance vergeben, hatte also noch etwas zu erledigen. Das war das Signal zu weiteren, stets gefährlichen, Offensivbemühungen der „Zwoten“, allein das Lattenkreuz oder der Wasserlosener mit der Nr. 1 standen dem zweiten Tor im Weg. Für dieses sorgte dann Lukas Wiemer endlich in der 66. Minute, der dem Torwart mit einem harten Schuss aus wenigen Metern keine Chance lies und sich damit für seine unermüdliche Laufarbeit und Vorlagen, die keiner nutzte, selbst belohnte. 20 Minuten vor dem Ende wollte der Gast es aber noch einmal wissen, spielte jetzt offensiver und setzte alles auf den Anschlusstreffer. Zwar wurde man etwas gefährlicher, die Heimmannschaft stand aber hinten gut. Durch die Wasserlosener Drangphase kam der SVS II jedoch zu noch mehr Torchancen, allein die Hundertprozentigen aufzuzählen würde zu lange dauern. In Minute 80 machte dann der mittlerweile im offensiven Mittelfeld agierende Jürgen Willacker das alles entscheidende 3:0. Der Schuss war nicht gut, aber aus kurzer Entfernung einfach zu stark für den FC-Torwart, der sogar noch den Fuß dran hatte. Obwohl der gleiche Spieler zuvor mutterseelenallein bei einem ebenso arroganten wie erbärmlichen Versuch gescheitert war, den Keeper zu tunneln, brachte er also doch noch den Sieg unter Dach und Fach, nachdem kurz zuvor ein Spieler des FC Wasserlosen die Ampelkarte gesehen hatte.

Nach der starken Leistung gegen einen definitiv schwächeren Gegner als vor acht Tagen, ist die „Zwote“ nun also in der B-Klasse 1 angekommen und von ihrem Saisonziel nur noch 26 Punkte entfernt. Wir sehen uns am nächsten Samstag, um 16.00 Uhr in Theilheim, zum Vorspiel der Reserven. Der TSV wollte das Spiel auf diesen Termin vorverlegen, also Augen auf.

13.08.2011: DJK Schwemmelsbach II - SVS II 5:1 (0:1)

 

Gleich zu Saisonbeginn eine deutliche Niederlage für die Zweite Mannschaft. Dabei sah es nicht nur bis zur Halbzeit wirklich gut für die Reserve aus, mindestens mit dem Remis der „Ersten“ gleichziehen zu können.

Der Auftakt war vielversprechend, auch wenn man mal wieder nur mit zwölf Mann angetreten war, davon sogar vier, die sich bereits am Tag davor für Schnackenwerth (mehr oder weniger intensiv) das blaue Trikot übergestreift hatten. Bereits nach knapp zehn Minuten konnte Julian Willacker die erste sehenswerte, Reine-Zweite-Mannschafts-Ballstafette mit einem schönen Schuss aus etwa 15 m unhaltbar zur frühen Führung für den SVS veredeln. Danach musste man sich allerdings einen harten Kampf gegen die immer wieder gefährliche, mit einem Erste-Mannschafts-Spieler aufgebesserte, Offensive der Gastgeber liefern. Doch mit Kampf und Können, Teamgeist und etwas Glück konnte man die knappe Führung mit in die Pause nehmen. Eigene Chancen wurden in Hälfte eins indes zu selten konsequent zu Ende geführt.

Nur wenige Minuten nach der Pause dann der erste Rückschlag: Der Ausgleichstreffer für den Gastgeber fällt, nachdem ein frischer Gegenspieler seinem Verteidiger problemlos davonläuft und dann freistehend keine Mühe hat, den perfekten Pass allein vor dem Tor zu verwerten. Nach etwa einer Stunde wurde dann das Hauptproblem im Schnackenwerther Team deutlich - die Kondition. Während die Heimmannschaft problemlos erschöpfte Spieler austauschen konnte, musste der Gast nach der Verletzung eines Spielers zu elft weitermachen. Und auch wenn man selbst durch zwei, drei hundertprozentige Tormöglichkeiten erneut hätte in Führung gehen müssen, so musste man am Ende die frischeren DJK-Spieler ein ums andere Mal ziehen lassen und fing sich noch vier weitere Treffer in den letzten 20 Minuten ein. Hieß es am Anfang wenigstens noch „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“, so litten an allzu schnellen Gegentreffern am Ende auch Motivation und Teamgeist.

Fazit: Wenn sich der eine oder andere Spieler der „Ersten“ oder der „Zwoten“ noch aufgerafft hätte und mit nach Schwemmelsbach gefahren wäre, so hätte man durchaus gute Chancen auf zumindest ein Remis gehabt. Mit gleicher Ausgangssituation bei ähnlichen Temperaturen dürfte es aber auch beim ersten Heimspiel am Sonntag um 13.00 Uhr gegen den FC Wasserlosen II schwer werden. Hoffen wir das Beste und sehen uns dort.